P. Herbert Douteil CSSp
Dona Noeme, die 88-jährige Alterspräsidentin des Riozinho, mit Tochter und Urenkelin
Diözese Cruzeiro do Sul / Brasilien

Missionsarbeit am Oberlauf des Amazonas

Seelsorge am Jahreswechsel 07/08
01.01.2008

Die Reise zu den Gemeinden führte mich auch diesmal wieder über die Transamazônica. Der Zustand dieser "Urwald-Autobahn" könnte unterschiedlicher nicht sein:

Transamazônica in schlechtem Zustand.

Der eine Streckenabschnitt erfordert aufgrund der vielen Löcher höchste Aufmerksamkeit. Einige Löcher kann man nur vorsichtig umfahren, bei anderen muß man mitten hindurch und aufpassen, dass das Chassis nicht zu sehr aufschlägt.

Ganz anders wurde die Straße gleich nach der Überquerung des Liberdade – dort fühlten wir uns wirklich in die 1. Welt versetzt. Schnurgerade zieht sich die Straße hin, die Begrenzungsstriche sind gerade gezogen, die Katzenaugen warnen auch bei Dunkelheit, wenn man auf die Gegenfahrbahn geraten sollte – aber ein Blick auf die vielen schon geschlossenen Flickstellen belehrte uns, dass es so nicht bleiben wird: Die ersten Löcher bilden sich, die Haarrisse im Asphalt werden das Wasser einsickern und ihr unglückliches Werk tun lassen – in einem Jahr werden wir auch dort große Schwierigkeiten haben!

In einigen Gemeinden kamen die Gottesdienste erst mit "Anlaufschwierigkeiten" zustande: Hier war die Schule verschlossen und wir mussten in einem Privathaus feiern, dort hatten die Menschen wohl nicht von meinem Kommen erfahren und erst durch spontane Mundproganda kamen dann einige zur Messfeier.

Im Gegensatz dazu war die Kapelle "von der Verkündigung Mariens" in Carácas am Oberlauf des Lagoínhaan an Silvester gefüllt wie nie...

Die gut gefüllte Kapelle.

Die 18 an Silvester getauften Kinder mitihren Müttern.

...und ich konnte 18 Kindern die Taufe spenden.

Am Neujahrstag feierte ich einen besonderen Gottesdienst mit einer Trauung, zwei Taufen und einer Frühkommunion von Sara, der Enkelin (und Adoptivtochter) von MĒ Consuelo und José. Die Kapelle Santa Rita war so voll, wie selten – und als die Messe nach drei Stunden (!) zu Ende war, beklagte sich niemand – niemand hatte gemerkt, dass die Zeit verstrichen war.


Der mit den Gottesdienstbesuchern gefüllte Wagen.




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