P. Herbert Douteil CSSp
priesterweihe
Diözese Cruzeiro do Sul / Brasilien

Missionsarbeit am Oberlauf des Amazonas

Das Kapitel ist beendet... das Leben geht weiter!

Cruzeiro do Sul, den 27.10.2012

Das Kapitel unseres Distriktes vom Alto Juruá ist nun glücklich beendet. Es gäbe da eine Menge zu erzählen, ich will nur das Wichtigste schreiben, damit alle auf dem Laufenden bleiben:
Das Kapitel begann am Montagabend und endete am Donnerstagabend. Wir hatten eine von Orlando, dem bisherigen Distriktsoberen, sehr gut vorbereitete Tagesordnung, die nicht viel Freizeit ließ. Doch da wir hier relativ viele afrikanische und darum junge Mitbrüder haben, war die Ordnung nicht überladen. Die Beschlüsse sind nicht überwältigend, sind wir doch sowohl finanziell als auch personell an der äußersten Grenze der Belastbarkeit.

Der neue Distriktsobere ist Pe. Sebastião, der Pfarrer von Tarauacá, ich wurde in den Rat gewählt. Pe. Carloshenrique Schader wird sich um die Besucher unseres Hauses kümmern. Sonst blieb alles beim Alten: Bruder Albert bleibt Ökonom, Bruder Luíz bleibt Leiter des Seminars. Versetzungen gab es keine. Orlando ist entlastet und wird sehr bald zu seiner neuen Aufgabe nach Rom abreisen.

Die Teilnehmer am Distrikskapitel 2012

Das Kapitel verlief auch dank der guten Führung durch Pe. Altevir, unseren ersten Seminaristen und einzigen Priester, der aus unserem Seminar bisher hervor gegangen ist, und jetzt Provinzial der brasilianischen Provinz ist, wegen seiner großen Erfahrungen in solchen Dingen sehr gut. Ich schenkte ihm meine neue Kamera, die ich mir aus meines Jubiläums in Speyer gekauft hatte. Ech komme mit der kleinen gut zurecht, er aber hat einige Kurse in Fotografie mitgemacht und ist wirklich hervorragend in solchen Dingen. Ihm dient die Kamera mit den vielen Möglichkeiten viel mehr als mir!

Da ich keine Erfahrung als Moderator hatte, war mein Beitrag nicht gerade glänzend... Dom Mosé war am ersten Tag hier und sprach über die angespannte Lage der Diözese, Dom Luís hat uns am Donnerstagmorgen kurz besucht. Am Ende des Kapitels gab es gestern einen guten Churrasco, zu dem auch Georg Rose, der Kathedralpfarrer, mit zwei Krücken erschien. Er wird zu ärztlichen Untersuchungen jetzt nach Bio Branco fliegen müssen. Auch die Oberinnen der hiesigen Frauengemeinschaften und Vertreter der Maristen sind gekommen, die zwei Leute der Laiengruppe „Shalom“ und natürlich unsere beiden Seminaristen und ihr Ausbilder Paulo Sena. Da ich nicht gerne so viel Fleisch esse, habe ich mich zurückgezogen und an der Revision meiner Übersetzung und am Indes des Rationale gearbeitet. Den Dienstagabend hatte ich schon für die anstehenden Dankbriefe genutzt, die zu schreiben waren. So weit also das Kapitel.

Da ich morgen drei Messen in drei Gemeinden an der Transamazônica habe, brauchte ich heute nicht hinaus, sondern konnte an der Revision des Textes und am Index weiter arbeiten. Ech habe soeben den ersten Band beendet, d.h. 600 von 1.300 Seiten – wenn ich in diesem Rhythmus weitermachen kann, dürfte ich bis Ende des Jahres diesen Teil der Arbeit beendet haben und mich um die Einarbeitung der Quellen kümmern können. Es ist noch viel, sehr viel Arbeit zu leisten!

Die Lage des "Jesuskind von Nazareth" ist bis Ende des Jahres gesichert, da ich eine Erbschaft dafür (und auch für den "Bauernhof der Hoffnung") bekam. Wie es dann aussieht, müssen wir einmal abwarten. Hoffentlich sind die Erwartungen an den Senator nicht überzogen!!

Ich bitte sehr um Gebete und wünsche, dass meine Kräfte noch lange aushalten!!

 

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