P. Herbert Douteil CSSp
Jesus-Schriftzug am Flussufer
Diözese Cruzeiro do Sul / Brasilien

Missionsarbeit am Oberlauf des Amazonas

Ja, so ein Tag, so wunderschön wie heute...
Goldenes Priesterjubiläum

Knechtsteden, den 02.05.2011

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"Ja, so ein Tag, so wunderschön wie heute..." Wie oft haben wir diesen Schlager gesungen – ohne zu bedenken, dass ein noch so wunderschöner Tag vergehen muß, um einem anderen wunderschönen Tag Platz zu machen? Doch dürfen wir uns freuen und danken, waren wir gestern doch noch in der Osteroktav, die eigentlich kein Ende nehmen dürfte!

Es lagen schon schöne, erfüllte Tage hinter mir: Am Karsamstag und Ostersonntag das Treffen mit den Katecheten, fünf Gottesdienste mit Taufen, Erstbeichte und Erstkommunion, am Ostermontag ein Priestertreffen, am Dienstag Regelung der internen Angelegenheiten der Gemeinschaft und der Diözese, in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Beginn der Rückreise nach Deutschland – am Anfang eine große Verspätung wegen des in Rio Branco aufgrund von Nebel geschlossenen Flughafens, dort im Flugzeug Wiedersehen mit Bischof Herbst, der wegen der Behandlung des Herzens nach São Paulo reiste - in Brasilia Wiedersehen mit meinen ersten Seminaristen Pe. Altevir und Eden Magalhães, danach hatte ich einen angenehmen und sehr guten Flug nach Frankfurt, eine unkomplizierte Bahnreise nach Dormagen, ein freudiges Wiedersehen mit den dortigen Mitbrüdern, einen lang ersehnten Besuch bei meiner leider noch halbseitig fast gelähmten Schwester Maria.

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Mit meinen Mitbrüdern P. Albert Claus und P. Johannes Henschel durfte ich am gestrigen Weißen Sonntag hier in Knechtsteden, wo wir 1961 mit sechs weiteren Mitbrüdern durch Bischof van Elswijk geweiht worden waren, von denen vier uns in die Ewigkeit bereits vorausgegangen sind, das „Goldene Priesterjubiläum“ feiern, gemeinsam mit dem bisherigen Afrikamissionar P. Michael Klein, der sein Vierzigjähriges beging – die Messe in der fast ganz besetzten Basilika begann fast zeitgleich mit der Seligsprechung von Johannes Paul II. in Rom – hier verständlicherweise viel einfacher mit Orgelspiel, begleitet von einer Trompete, einem sehr lebendigen Gesang des Volkes, mit einer ausgezeichneten Predigt von P. Fritz Siegers – mit der Teilnahme vieler Mitbrüder, Verwandten, Freunde und Bekannten – hinterher gab es überraschend noch ein Ständchen von Jagdhornbläsern, die hier in Knechtsteden ihren nationalen Wettbewerb austrugen. Das Essen war ausgezeichnet, das Wetter unbeschreiblich schön.

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Nun dürfen wir unser Priesterleben weiterführen unter dem Schutz des neuen Seligen, der Muttergottes und Trösterin der Betrübten, dem heiligen Josef, unserer Ordenspatrone und unserer verstorbenen Eltern und Mitbrüder, an die wir in der heiligen Messe besonders gedacht haben. Möge uns die Kraft noch lange erhalten bleiben und wir jene Losung des neuen Seligen auch uns zu eigen machen: „Totus tuus“ – „ganz Dein Eigen“ in der Kraft der Gnade des Heiligen Geistes als Boten der unendlichen Barmherzigkeit Gottes – wie es auf unseren Andenkenbildchen heißt - „zum Lob und Ruhme seines Namens, zum Segen für uns und seine ganze heilige Kirche“.

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Nun warten Schulen, Freunde, Pfarreien auf mich – der Terminkalender ist gefüllt, es wird nicht viel Langeweile geben, hoffentlich auf den inzwischen so vollen Autobahnen und Nebenstraßen keinen Unfall! Ich freue mich auf das Wiedersehen mit so vielen Freunden und Bekannten und Wohltätern aus so vielen Jahren! Ein kleines, ideenreiches Geschenk von gestern möchte ich deshalb nun besonders erwähnen – das Foto zeigt es: - „Der Anfang zur Million“ – ja, schon mit diesem Anfang ist uns geholfen, erst recht, wenn wir auf diesem Weg noch ein Stück weiter kommen - für die Diözese, den Distrikt, die Kinderpastoral, den „Jesuskind von Nazareth“ und vor allem für den „Bauernhof der Hoffnung“ und allen, die auf Hilfe warten und denen wir damit helfen dürfen!!

Bilder und Text der Andenkenzettel:

Durch IHN und mit IHM und in IHM
ist Dir, Gott, allmächtiger Vater,
in der Einheit des Heiligen Geistes
alle Herrlichkeit und Ehre
jetzt und in Ewigkeit.
Amen.

Albert Claus
Herbert Douteil
Johannes Henschel

50 Jahre Priester
in der Missionsgesellschaft vom Hl. Geist
01. Mai 1961 – 01. Mai 2011
Knechtsteden

Betet, Brüder und Schwestern,
dass mein und euer Opfer
Gott, dem allmächtigen Vater, gefalle.
Der Herr nehme das Opfer an
aus deinen Händen zum Lob und Ruhme
seines Namens, zum Segen für uns
und seine ganze heilige Kirche. Amen.

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